Mittwoch, 14. April 2021
Notruf: 118
40 Menschen werden in der Schweiz jährlich Opfer eines Brandes. Der Grossteil stirbt während der Nacht im Schlaf. Die Beratungsstelle für Brandverhütung BfB gibt Tipps, wie man einem Brand in der Nacht vorbeugen und sich vor einer Rauchvergiftung schützen kann.

In der Schweiz sterben jährlich rund 40 Personen durch Brände. 70% der Opfer, also knapp 30 Personen, werden im Schlaf überrascht. Besonders gefährlich ist dabei die Rauchentwicklung, denn diese wird in der Nacht oft zu spät bemerkt. Neun von zehn Todesopfern sterben nicht in den Flammen, sondern an einer Rauchvergiftung. Forscher der Brown University, Long Island, haben herausgefunden, dass selbst aggressiver Rauchgeruch im Tiefschlaf nicht wahrgenommen wird. Der Geruchssinn ist in der Nacht eingeschränkt und kann eine Person nicht rechtzeitig vor dem Feuer warnen.

Im Gegensatz zu den Flammen breitet sich der Rauch viel schneller aus - und lautloser. Gemäss Feuerwehrstatistiken bleiben den Bewohnern eines in Flammen stehenden Hauses gerade mal vier Minuten, um zu flüchten. Danach ist die Wohnung voll mit giftigen Rauchgasen. Bereits nach sehr kurzer Zeit können Bewusstlosigkeit und der Tod eintreten.

Um sich in der Nacht vor einem Brand zu schützen, sind unter anderem folgende Tipps der Beratungsstelle für Brandverhütung BfB zu beherzigen: Kerzen und Cheminées müssen vor dem Zubettgehen vollständig gelöscht werden. Elektrische Geräte werden am besten immer über den Netzschalter ausgeschaltet, denn im Standby-Betrieb können sie zum heimtückischen Brandstifter werden. Das Rauchen im Bett oder auf dem Sofa ist lebensgefährlich.

Im Brandfall gilt: Alarmieren (Feuerwehr 118), Retten, Löschen.

So kann eine Rauchvergiftung vermieden werden

  • Wenn es brennt, muss die Wohnung oder das Haus so schnell wie möglich verlassen werden. Auf keinen Fall sollte man versuchen, persönliche Habseligkeiten wie Fotos oder Briefe aus verrauchten Zimmern zu retten.
  • Kann man den Raum, in dem man sich befindet, nicht mehr verlassen, sollten Ritzen und Spalten an der Tür mit nassen Laken oder Handtüchern abgedichtet werden, um ein Eindringen des Rauches zu verhindern. Wenn möglich, halten Sie ein feuchtes Tuch vor Mund und Nase.
  • Die giftigen und heissen Brandgase sammeln sich meist zuerst unter der Decke des Raumes und strömen von dort zum Boden. Eingeschlossene Personen halten sich deshalb am besten in Bodennähe auf.
  • Eine Rauchvergiftung kann sich auch zeitversetzt noch ein paar Stunden nach dem Einatmen der giftigen Gase entwickeln. Deshalb müssen Personen, die Rauchgase eingeatmet haben, noch für einige Stunden medizinisch überwacht werden.

Giftige Rauchgase: Schon wenige Atemzüge können tödlich sein

Feuerrauch ist eine komplexe Mischung aus heisser Luft, giftigen Gasen und Russpartikeln, welche eingeatmet werden können. Je nach dem, was für Material verbrennt, ist der Rauch unterschiedlich zusammengesetzt. Vor allem Kunststoffe, Kleber, Textilien und Tapeten geben giftige Gase ab. Bereits wenige Atemzüge des giftigen Rauches können zur Bewusstlosigkeit und kurz darauf zum Tod führen. BfB

Rauchmelder sind hier erhältlich!

Notruf Feuerwehr 118

Der richtige Notruf:

Um Ihnen eine qualifizierte und vor allem schnelle Hilfe zukommen zu lassen, benötigen wir einige Informationen von Ihnen:

Als Gedankenstütze helfen Ihnen dabei die „5 W“ :

Wo ist der Einsatzort?

In welcher Strasse mit Hausnummer und vor allem in welchem Stadtteil ist der Notfall. Bei größeren und uneinsehbaren Objekten können auch zusätzliche Informationen hilfreich sein.

Was ist passiert?

Feuer, Verkehrsunfall, umgestürzter Baum….
Geben Sie in kurzen und klaren Worten wieder, was passiert ist.

Wieviele verletzte?

Sind bei einem Verkehrsunfall mehrere Personen verletzt oder sind noch irgendwelche Menschen von dem Feuer eingeschlossen?

Wer ruft an?

Nennen Sie uns Ihren Namen und Ihre Rückrufnummer, unter welcher wir Sie für Rückfragen erreichen können.

Warten auf Rückfragen!

Das Gespräch wird von der Einsatzzentrale der KAPO Schwyz beendet. Nur somit kann gewährleistet sein, dass Sie dem Disponenten alle von ihm benötigten Informationen zukommen lassen.

Bitte versuchen Sie möglichst ruhig die Vorkommnisse zu schildern. Antworten Sie auf die Fragen des Leitstellendisponenten, der Ihren Anruf entgegen nimmt.

BRANDKLASSE A

Brände fester Stoffe meist organischer Natur, die unter Glutbildung verbrennen.
zB.: Holz, Textilien, Papier, Kohle ...

BRANDKLASSE B

Brände flüssiger Stoffe
z. B. Lacke, Alkohol, Fette, Öle ...

BRANDKLASSE C

Gasförmig brennbare Stoffe
z.B.: Erdgas, Methan, Propan, Butan, Acetylen ...

BRANDKLASSE D

Brände von Metallen
z.B.: Aluminium, Magnesium, Natrium, Kalium ...

BRANDKLASSE E

Die Brandklasse E stand früher für Elektrobrände. Sie wurde aber ersatzlos gestrichen. Weiter gilt aber, dass bei Bränden in elektrischen Anlagen ausreichend Abstand eingehalten werden muss.

BRANDKLASSE F

Fettbränden in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen und -geräten.

Feuerlöscher

 
AB - Pulverl. geeignet geeignet -- -- --
ABC - Pulverl. geeignet geeignet geeignet -- --
D - Pulverl. -- -- -- geeignet --
CO2 - Löscher -- bedingt geeignet -- --
Wasserlöscher geeignet -- -- -- --
Schaumlöscher geeignet geeignet -- -- --
Fettbrandl. geeignet geeignet -- -- geeignet
Löschdecke geeignet -- -- -- geeignet

 

Feuerlöscher Einsatztaktiken

Im Freien immer die Windrichtung beachten, genug Abstand halten, damit die Pulverwolke möglichst den gesamten Brand einhüllt.

Im Freien immer die Windrichtung beachten, genug Abstand halten, damit die Pulverwolke möglichst den gesamten Brand einhüllt.

Brände von vorn löschen. Immer auf das Brandgut zielen, nicht auf die Flammen.

Brände von vorn löschen. Immer auf das Brandgut zielen, nicht auf die Flammen.

Tropf- oder Fließbrände immer von oben nach unten ablöschen.

Tropf- oder Fließbrände immer von oben nach unten ablöschen.

Wandbrände immer von unten nach oben ablöschen.

Wandbrände immer von unten nach oben ablöschen.

Auf Rückzündung achten, Löschreserve bereithalten.

Bei größeren Bränden möglichst mehrere Feuerlöscher gleichzeitig einsetzen, nicht nacheinander.

Bei größeren Bränden möglichst mehrere Feuerlöscher gleichzeitig einsetzen, nicht nacheinander.

Auf Rückzündung achten, Löschreserve bereithalten.

Gebrauchte Löschgeräte nicht wieder aufhängen, sondern umgehend neu befüllen lassen.

Gebrauchte Löschgeräte nicht wieder aufhängen, sondern umgehend neu befüllen lassen.

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